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- Erstellt am Mittwoch, 11. August 2010 18:09
- Veröffentlicht am Mittwoch, 11. August 2010 18:09
Streifenhörnchen „Herbert“ ist der Neue im Ökogarten, und er hat eine amouröse Mission. „Herbert“ soll Hörnchendame „Klein Streifi“ über ihren verblichenen Gefährten hinwegtrösten.
Keine leichte Aufgabe: Anfangs rief und pfiff „Klein Streifi“ den ganzen Tag, lief suchend am Gitter der Voliere entlang. Sie hatte keinen Spaß mehr daran, ihren Untermieter, das große Kaninchen Bernd, zu ärgern und ihm das Futter vor der Nase wegzuschnappen. Schließlich legte „Klein Streifi“ trauend den Schwanz über die Augen und wollte buchstäblich nichts mehr sehen.
Doch nun naht die Rettung. Noch leben „Herbert“ und „Klein Streifi“ in getrennten Abteilen. Aber durch die Absperrung konnten sie sich bereits ein wenig beschnuppern. „Im Frühjahr, wenn die Paarungszeit beginnt, dürfen sie zueinander“, sagt Betina Gube, Leiterin des Ökogartens.
Streifenhörnchen werden manchmal auch Backenhörnchen oder „Chipmunks“ genannt. Weltweit existieren 25 unterschiedliche Arten. Aber in ihrem „Kleidungsstil“ sind sich die Hörnchen einig: Alle haben auf ihrem Rücken genau fünf dunkle Streifen. Hauptlebensraum der Streifenhörnchen ist der amerikanische Kontinent von Mexiko bis zum Polarkreis. In Asien und Europa gibt es nur eine einzige Art: den so genannten Burunduk.
Streifenhörnchen leben in selbst gegrabenen Tunnelsystemen. Dort führen sie ein echtes Junggesellen-Dasein. Alle Tunnel sind vollgeräumt mit Essensresten und Abfällen. Nur das Schlafzimmer wird peinlich sauber gehalten.
Wegen ihres possierlichen Verhaltens sind Streifenhörnchen bei Menschen beliebt. Weltweit bekannt wurden sie unter anderem durch die Band beziehungsweise Comic-Serie „Alvin und die Chipmunks“ sowie durch die Disney-Figuren „A-Hörnchen“ und „B-Hörnchen“.
