„Hallo, mein kleiner Rattenfreund!“
So begrüßt mein Vater „Mice“, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt. Mice heißt mein Haustier. Nur ist Mice keine Ratte sondern eine Wüstenrennmaus. Ich habe Mice vom Tier- und Ökogarten Vöhrum bekommen. Zuerst kam er sechs Wochen auf Probe, weil meine Eltern unsicher waren, ob ich mich um ein Haustier kümmern kann. Jetzt bleibt er für immer.
Man muss Wüstenrennmäuse nicht unbedingt in Terrarien halten. Alte Aquarien sind auch sehr gut, eigentlich sogar besser. Denn die Mäuse sind Weltmeister im Buddeln, und die Einstreu türmt sich ständig an einer anderen Stelle hoch. Eine Wüstenrennmaus benötigt als Wohnungseinrichtung Heu, Streu, ein Laufrad, Schalen für Wasser und Futter, ein Wohnhaus (hier selbst gebaut), etwas zum Spielen (Klopapierrollen, ungefärbte Eierpappkartons, Rinde zum Knabbern) und jede Menge Tunnel. Außerdem mag sie Zweige, nur darf daran kein Moos oder Grünzeug sein. Ihr Futter besteht aus Saaten, gemischtem Getreide und allerlei Getrocknetem. Wichtig ist auch etwas Frisches wie zum Beispiel Sträucher, Salat, Farn, sowie jeden Tag etwas frisches Heu (zum Bauen und Knabbern) und Wasser. Als Leckerchen mag Mice gerne Sonnenblumenkerne, Degu-Snack und Mehlwürmer.
Wüstenrennmäuse sind schnell, aber keine erfahrenen Kletterer. Es ist deshalb besser, sie nicht unter den Pullover zu nehmen und immer gut aufzupassen, dass sie einem nicht entwischt.
Man sollte sich jeden Tag um seine Maus kümmern und mit ihr spielen, insbesondere, wenn sie wie Mice alleine ist. Dazu sollte man erstmal ihren Käfig umbauen, z. B. Eierkartons und Zweige in eine andere Ecke des Käfigs legen. Die Maus wird dann neugierig und kommt aus ihrem Versteck heraus. Zum Spielen kann man sich einen Sonnenblumenkern auf die Hand legen und warten, bis die Maus kommt. Wenn es möglich ist, sollte man besser zwei Mäuse halten, damit sie sich nicht langweilen. Zwei sich fremde Mäuse aneinander zu gewöhnen, gelingt aber leider nur ganz selten.
Frau Gube vom Ökogarten hat mich super vorbereitet auf Mice. Toll ist auch, dass ich mich immer wieder an sie wenden kann, wenn ich eine Frage habe. Und dass ich meine Eltern durch die „Probezeit“ davon überzeugen konnte, dass ich mich sehr wohl um mein Haustier gut kümmern werde, finde ich am allerbesten. Vielen Dank, Frau Gube!
Viel Spaß mit Eurer Wüstenrennmaus wünscht Euch
Nils |