Tier- und Ökogarten Peine
Natur hautnah erleben

Einige unserer vergangenen Projekte

Wildbienen statt Wildparken

Wildbienen haben kein Volk, das sie beschützen müssen und keine Königin. Sie leben allein und nagen oder graben für ihren Nachwuchs Gänge z. B.: in totes Holz, Sand oder Lehmboden. Für diese kleinen Insekten wird als wichtige Bestäuber unserer Pflanzen vor der IGS Peine ein neuer Lebensraum geschaffen. Ein lange blühender Randstreifen, der Nahrung und Nistplätze bereit stellen wird.

Unterschiedliche Bodenstrukturen ermöglichen unterschiedliche Pflanzenansprüche zu bedienen, so dass vielfältiges Blühen über einen langen Zeitraum erfolgen kann.

Viele Menschen haben diese Arbeit unterstützt und ermöglicht. Die Straßensammlung für die Deutsche Umwelthilfe sorgte für eine gesicherte Finanzierung, Spenden an Pflanzen und freiwillige Arbeitseinsätze zeigten das große Engagement der Vöhrumer und der IGS-Fans.

Vielen Dank an den Wahlpflichtkurs des 8. Jahrgangs, der diese Initiative mit seiner Lehrkraft Frau Gube gestartet hat sowie die vielen kleinen und großen Helfer, nicht nur aus der IGS.

„Da fliegen ja schon welche“ rief Marcel erstaunt, als er noch mit der Harke das Gelände formte. “Na meinst du, die warten bis wir fertig sind?“ Pauline konnte bereits nach den ersten Arbeiten eifrige Bienen beim Niströhren buddeln fotografieren.

Sie waren also schon nach ein paar Tagen da und es werden immer mehr…

 

Weitere Infos zum Projekt durch PDF Download:
Wir-tun-was-für Bienen.pdf (374.86KB)
Weitere Infos zum Projekt durch PDF Download:
Wir-tun-was-für Bienen.pdf (374.86KB)

Das Grüne Klassenzimmer lädt zum Arbeiten im Garten ein.

Dank des Projekts können mehrere Gruppen gleichzeitig den Tier- und Ökogarten der IGS Peine als Lern- und Klassenraum im Freien nutzen.

Das große „Grüne Klassenzimmer“ hat neue Bänke erhalten, die von Schülern des Wahlpflichtkurses AWT im 10. Jahrgang 2010 gebaut wurden.

Die älteren Holzbänke laden noch im Schatten einer kleinen Linde zum Arbeiten ein.
Eine weitere Sitzgelegenheit, um sich im Kreis zu besprechen, bietet die „hölzerne Bienenwabe“, eine Bank in 6-Eck-Form.

Bienen in die Schulen - Auch an ihrer Schule... sprechen Sie uns an!

Bienen in der Schule – GENIAL
Ein Projekt des Tier- und Ökogartenvereins in Kooperation mit dem Imkerverein Peine.

Auch für Sie und mit Ihnen...

"Bienen sind eine Wirtschaftsmacht

Die Honigbiene ist wirtschaftlich eine echte Größe. Die Honigbiene ist wirtschaftlich eine echte Größe. Rund 85 % der landwirtschaftlichen Erträge im Pflanzen und Obstbau hängen
in Deutschland von der Bestäubung der Honigbienen ab

Zahlen, die zählen – Bestäubungsleistung im Überblick

  • Rund 80 % der 2.000 –3.000 heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Honigbienen als Bestäuber angewiesen.
  • Der volkswirtschaftliche Nutzen der Bestäubungsleistung übersteigt den Wert der
  • Honigproduktion um das 10 - bis 15 fache. Dies sind rund 2 Miliarden Euro jährlich in Deutschland und 70 Milliarden US Dollar weltweit.
  • Damit nimmt die Honigbiene den 3. Platz der wichtigsten Nutztiere hinter Rind und Schwein ein.
  • Auch Obst und Gemüse profitieren deutlich, denn Erträge und Qualitätsmerkmale wie Gewicht, Gestalt, Zucker Säure-Gehalt, Keimkraft, Fruchtbarkeit und Lagerfähigkeit werden deutlich gesteigert."

Deutscher Imkerbund e.V. v.23.05.14

Warum Bienen in die Schulen?  

Die jungen Menschen bestimmen unsere Zukunft und die unsrer Erde.

Kaum ein Schüler kennt heute noch Insekten genauer, da sie selten als Haustiere gehalten werden. Alle Insektenarten bilden aber eine breite Nahrungsgrundlage für viele andere Lebenwesen und deshalb sollten sie mit Ihren Bedürfnissen bekannt sein.

Selbständigkeit, Eigenverantwortlichkeit, Angstabbau und Fachkompetenz der Schülerinnen und Schüler sollen durch die Arbeit an und für Bienen erweitert und damit Verantwortungsbewusstsein und Selbstwertgefühl gestärkt werden.

Wie hole ich Bienen in "meine" Schule?

Das gesamte Equipment stellen vorerst der Tier- und Ökogarten und der Imkerverein zur Verfügung, um die Erprobungsphase für „die Honigmacher“ möglichst zügig in der Saison starten zu lassen.

Jede Schule sollte den Mut haben, Bienen am Schulhof oder im Schulgarten zu pflegen, wenn es einen Imker gibt, der die Tiere pflegt und die Schülerinnen und Schüler an die Betreuung der Bienen heranführt. Mut benötigt aber eigentlich nur die Schulleitung diesem Projekt zu zu stimmen und den Kritikern stand zu halten.

Nur wenige Regeln beim Platzieren der Völker und bei der Überzeugungsarbeit der Eltern und Schüler sind nötig – und schon kann´s losgehen.

  • Die Beuten sollten so aufgestellt werden, dass die Bienen schnell nach oben hoch fliegen müssen, zum Beispiel an einer Hecke, Mauer oder Baumreihe entlang.
  • Das Einflugloch liegt möglichst abgewandt vom nächsten Weg, es kann durch entsprechend mobile Barrieren geschützt werden.    
  • Eine Imker-AG oder eine Bienen-Pause sind attraktive Zeitfenster, die Schüler von der Friedlichkeit der Völker zu überzeugen und die die Motivation steigert, selbst ein Bienenexperte zu werden.    

Voraussetzungen:

 Eine Lehrkraft belegt den Grundlehrgang des Imkervereins Peine und interessierte Schülerinnen und Schüler werden vom Leiter des Lehrbienenstandes, Herrn Wolfgang Tostmann, als Jung-Imker angelernt.

Eine AG, einen Wahlpflichtkurs oder eine Unterrichtseinheit Bienen in einer Klasse kann er als Experte immer wieder unterstützend begleiten.

Die Grundausrüstung stellt für die ersten beiden Jahre der Tier- und Ökogartenverein, das Volk bleibt Eigentum des Imkervereins. Aber den selbstgernteten Honig kann jede Schule selbst vermarkten.

Anlegen einer Streuobstwiese

Verschiedene Schülergruppen haben nach und nach hochstämmige alte Obstbaumsorten auf unserer Magerwiese gepflanzt.

Schüler der Ökogarten AG, Schüler der Astrid Lindgren Schule und abgehende 10. Klassen im Jahr 2008 übernahmen die Patenschaft für ihre gepflanzten Hochstämme.
Besonders an warmen Sommertagen bereitet das Gießen besonderen Spaß.

Schafe, Pony und Esel weiden zwischen den Bäumen und ersetzten so den Rasenmäher.
Schüler/innen und Mitarbeiter sorgen für das Abäppeln und die notwendige Baum- und Weidepflege.


Anlegen eines Rosenweges

Entlang der Zufahrt zum Schulhof unserer IGS wird neben der Streuobstwiese ein Rosenweg, überwiegend mit Strauchrosen, angelegt. Die ersten Pflanzen setzten Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses Umwelt im 7. Jahrgang 2009. Die nächsten Rosen sind von den Abschlussklassen des 10. Jahrgangs 2010 gespendet und gepflanzt worden.

Frau und Herr Vemmer unterstützten uns als Experten in der Pflanzenauswahl, sodass die Bodenverhältnisse und Pflanzabstände passen, alle Pfleglinge bestens wachsen können und die Pflanzenvielfalt auf unserem Schulgelände immer größer wird. Auch die Insekten und Vögel freuen sich über einen neuen Lebensraum und ein größeres Nahrungsangebot.


Aufbau einer Rosenlaube

Aus dicken Eichenstämmen haben starke Schüler des 9. und 10. Jahrgangs eine Rosenlaube aufgebaut. Viele Schüler mussten hierbei zusammenarbeiten, sich absprechen, Rückschläge hinnehmen, auf die Fähigkeiten Einzelner eingehen und haben so in Gemeinschaftsarbeit, in wirklichem Teamwork, dieses bleibende Werk geschaffen.

Langsam starten die Kletterrosen durch, die Laube zu erobern.

Pflanzenklärwerk als Modell

In einer Projektwoche im 5. Jahrgang 2007 wurde die Idee, eine Pflanzenkläranlage nachzubauen, Wirklichkeit.
Nach längerem Tüfteln und Erforschen der Reinigungsvorgänge, Besichtigung der traditionellen Kläranlage und der Expo-Schilfkläranlage in Lafferde entstand dieses Modell.

Lehramtsstudenten der Uni Hildesheim haben es 2009 überarbeitet.

Probiert es aus an einem der ersten Sonntage im Monat, wenn Jede/r den Tier- und Ökogarten von 10-16 Uhr besuchen kann.

 

Anlegen der Insektenwiese und des Lehrpfades

Gestartet haben wir mit dem Anlegen eines Insektenhügels. Dafür wurde ein LKW Sand in den Ökogarten gefahren, in Terrassen befestigt und mit AG-Schülern bepflanzt. Fielmann stiftete die Stauden.

Dann wurde eine ca. 300 qm große Fläche drum herum von Wahlpflichtschülern des 7. Jahrgangs gestaltet. Zwei weitere LKW-Ladungen Sand magerten den Gartenboden ab. Wegeverlauf und Beete mussten geplant und entsprechend den Futterbedürfnissen von Raupen und Schmetterlingen bepflanzt werden. Dann erfolgte die Aufgabenstellung der einzelnen Lehrstationen. Der Kurs gewann einen Wettbewerb und durfte als Preis gemeinsam mit Profis am PC die Schilder der Stationen gestalten.Text und Bilder kamen von den Schülern, das Know how im Design und das wetterfeste Outfit der Lehrtafeln gehörten zum Preis.

 

Bau des großen Insektenhotels

Eine Schülergruppe im 9. Jahrgang erlernte das Verzapfen von Holzbalken, so wie es in Fachwerkkonstruktionen angewendet wird.

Das große Holzkreuz, 2008 im Ökogarten aufgestellt, konnte anschließend mit unterschiedlichen Wohnungsangeboten für Insekten bestückt werden. Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs erwarben ihren Bohrerführerschein an den Baumscheiben, die die untere Etage des Insektenhotels bilden. Lehmziegel aus einem alten Fachwerkhaus und Weidenflechtwerk wurde von AG- Schüler und Schülerinnen eingesetzt.

Es war eine große Schlammschlacht, als 2009 der Lehmputz auf das Weidengeflecht aufgebracht wurde, aber das Ergebnis hat alle Baumeister/innen begeistert. Einige pieksten die Wohnungslöcher der zukünftigen Insektenbewohner in Form ihrer eigenen Namen oder dachten sich künstlerische Ornamente aus.

Drahtgeflecht sichert den Rohbau, der auf der einen Kreuzseite den Aufbau verdeutlicht.

Dieses Hotel wurde für Hautflügler gebaut, Insekten, die keine Staaten bilden, so wie wir es von Honigbiene und Ameise kennen. Diese kleinen „Solitärinsekten“, die uns nicht stechen, suchen als Einzelgänger die Brutverstecke für ihre Nachkommen und können hier auf ein vielfältiges Angebot treffen. Jede Lücke und Spalte im Lehm, den Steinen und Hölzern bieten ein „Eigenheim, eine Kinderstube für Insekten“ an.

Die Sonne erwärmt den „Lehmbau“, so dass die eingebrachten Eier sich gut entwickeln. Das Dach über dem Holzkreuz schützt sie vor stärkerem Regen.


Aufbau einer Benjeshecke

Schülerinnen und Schüler aus Wahlpflichtkursen legten eine Benjeshecke entlang der Streuobstwiesen an. Nach den Aussagen der Anwohner sind jetzt viel mehr Vögel und Vogelarten in ihren Gärten zu beobachten. Auffällig oft wurden zum Beispiel der Zaunkönig und die Nachtigall gesehen und gehört.

Eine Benjeshecke besteht aus aufgestapeltem Baum- und Strauchschnitt. Vögel und andere Tiere nutzen diesen neuen Lebensraum als Versteck, Rast- und Brutplatz.

Samen von Büschen und Bäumen werden hier vom Wind „abgeladen“ oder landen nach dem Transport an Fell und Federn. Manche können aber auch erst keimen, nachdem sie durch den Verdauungstrakt der Tiere geschleust wurden.

Wir erwarten deshalb rund um die Benjeshecke eine deutliche Vergrößerung der Artenvielfalt auf dem Schulgelände, nicht nur bei den bereits deutlich bemerkten „neuen“ Singvögeln. „Neue“ Pflanzen und Insekten werden diesen Lebensraum ebenfalls bald erobert haben.


Der Teich bekommt einen Bachlauf

Der attraktive „Kescherteich“ wurde in einer Projektwoche des 5. Jahrgangs 2006 um einen Flusslauf erweitert. 160 Schülerinnen, Schüler und Lehrer haben das Bachbett geplant, ausgegraben, Wurzeln entfernt, das Ufer geformt und den Grund des Flussbettes mit Sand geglättet.

Ein Profi verlegte und -schweißte die Folienbahnen, dann wurde das Ufer modelliert. Das Ergebnis ist täuschend echt, es forderte ständig zum Überspringen und Wasserstauen auf. So musste der Bachlauf leider abgesperrt werden, da die Uferfolie eine Begehung zur Rutschpartie für die gesamte Randbepflanzung und den staunenden Menschen werden lässt. Nicht immer bremsen Schilder und Holzgeländer neugierige „Nichtleser“.

Nach der Gestaltung mit großen Steinen, abgestorbenem Holz, Moos, Rasen und Wildstauden ist ein 40 m langes Modell zur Strukturgütebestimmung von Flussläufen entstanden. Prall- und Gleithang findet man ebenso wie einen Totarm und eine Überschwemmungszone. Schaut selbst nach, was sonst noch im Modell nachgebaut wurde.